„Mer Sozis“ – Brensbacher Sozialdemokraten stimmen sich auf das neue Jahr ein

Beim Neujahrsempfang blickt die Brensbacher SPD auf ein ereignisreiches Jahr zurück und stimmt sich auf die Herausforderungen des Jahres 2017 ein. Der Ortsvereinsvorsitzende Christian Senker findet mahnende Worte gegen Hetze und für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.

Erstmals in der Funktion als Ortsvereinsvorsitzender begrüßte Christian Senker die Besucher des Neujahrsempfangs der Brensbacher SPD. Unter den Gästen befanden sich auch in diesem Jahr wieder viele bekannte Gesichter aus der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik. Neben Bürgermeister Rainer Müller und seinem Vorgänger Hans-Georg Stosiek folgten auch Landrat Frank Matiaske, der Landtagsabgeordnete Rüdiger Holschuh sowie der Bundestagsabgeordnete Dr. Jens Zimmermann der Einladung der Brensbacher Sozialdemokraten. Besondere Grußworte richtete Christian Senker zudem an Thomas Wießmann als Vorsitzenden des befreundeten SPD-Ortsvereins in Fränkisch-Crumbach.

In seiner Ansprache ging der neue Ortsvereinsvorsitzende zunächst auf die Ereignisse des vergangenen Jahres ein. Bei den vielen schlechten Nachrichten – wie etwa dem Brexit, der Wahl von Donald Trump zum 45. US-Präsidenten, dem islamistischen Terrorismus, den zahlreichen Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland und dem Erstarken rechtspopulistischer Demagogen in der Bundesrepublik sowie in der Europäischen Union – könne man, so Christian Senker, eigentlich froh sein, dass das Jahr 2016 endlich zu Ende ist. Sogleich richtete er den Blick in die Zukunft und machte klar, dass man den Rechtspopulisten nicht das Feld überlassen dürfe, sondern jeder Einzelne gegen Hetze und für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft eintreten müsse: „In Zeiten wie diesen brauchen wir eine starke Sozialdemokratie, die mit Vernunft vorangeht und Haltung gegen Hetze bewahrt.“

Neben dem Ortsvereinsvorsitzenden richteten auch Rainer Müller, Frank Matiaske und Rüdiger Holschuh einige Grußworte an die Anwesenden. Dr. Jens Zimmermann nutzte die Gelegenheit, um über die Bundespolitik und im Speziellen über seine Arbeit im Deutschen Bundestag zu berichten. Der gebürtige Groß-Umstädter ist regelmäßig in den Gemeinden des Gersprenztals zu Gast und besucht dort eine Vielzahl an Veranstaltungen, um Wünsche, Anregungen ebenso wie kritische Stimmen der Bürgerinnen und Bürger aufzunehmen und sie in seine politische Arbeit in Berlin einfließen zu lassen. Wie wichtig es für den Odenwaldkreis ist, einen Sozialdemokraten aus dem Wahlkreis in Berlin zu haben, hob Landrat Frank Matiaske ausdrücklich hervor.

Der Neujahrsempfang hielt zudem noch zwei besondere Momente bereit: SPD-Vorstandsmitglied Maria Triesethau präsentierte ihr selbst verfasstes Gedicht „Mer Sozis“ und appellierte mit selbst gebackenen „Sozi-Herzen“ mit individuellen Grußbotschaften an eben dieses der Genossinnen und Genossen, für eine bessere Gesellschaft. Für sein langjähriges Engagement für die SPD in der Brensbacher Gemeindevertretung wurde Helmut Schönberg mit Worten des Danks und der Anerkennung vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Folke Müller bedacht. Helmut Schönberg legte aus persönlichen Gründen sein Mandat als Gemeindevertreter nieder. Für ihn rückt Christian Senker als Mitglied der SPD-Fraktion in die Brensbacher Gemeindevertretung nach.

In seinem Schlusswort bedankte sich Senker bei den vielen Helferinnen und Helfer, die mit ihrem Einsatz diesen schönen Tag ermöglicht haben, und wünschte den Anwesenden mit der folgenden Passage aus „Mer Sozis“ von Maria Triesethau für das neue Jahr alles Gute, Gesundheit und Zufriedenheit:

Glück auf euch all un e gut Joahr,
macht woanns gäjt, nit zu veel Ferz,
bleibt sauwer, ou-stennisch un woahr.
Packe mer´s ou mit Hirn un Herz!

Bei Kaffee und Kuchen war danach noch genügend Zeit für Gespräche in lockerer Atmosphäre. Die Brensbacher SPD bedankt sich bei allen Gästen für den schönen Nachmittag im Alten Rathaus.

CDU und UWG missachten Bürgerwillen

Haushaltsberatungen für das Jahr 2017 – Die SPD-Fraktion setzt sich geschlossen für die Umsetzung des Leitbilds der Gemeinde Brensbach ein, wird jedoch von der CDU-/UWG-Mehrheit ausgebremst.

Im Rahmen der derzeitigen Haushaltsberatungen der gemeindlichen Gremien für das Haushaltsjahr 2017 hat sich die SPD als einzige Fraktion von Beginn an geschlossen für die Weiterentwicklung und Umsetzung des unter großer Bürgerbeteiligung erarbeiteten Leitbilds für Brensbach stark gemacht. Ein entsprechender Antrag der Sozialdemokraten zur Erstellung eines städteplanerischen Konzepts zur Entwicklung des Ortskerns von Brensbach, einem der wesentlichen Projekte des Leitbilds, wurde in der Gemeindevertretersitzung am 24. November 2016 von der gesamten UWG- und von einem Teil der CDU-Fraktion abgelehnt. Nur weil vier Abgeordnete der CDU-Fraktion mit der SPD abstimmten, konnte der Antrag überhaupt zur weiteren Beratung in den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen werden.

Dennoch offenbarte sich bei diesen Verhandlungen die ablehnende Haltung beider Fraktionen zu dem von den Sozialdemokraten im Jahr 2014 angestoßenen Prozess aktiver Bürgerbeteiligung. Dass neben der UWG-Fraktion auch die CDU-Spitze in Person des CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Frank Volz und des Gemeindevertretervorstehers Karlheinz Fornof den Antrag der SPD ohne weitere Beratung ablehnen wollten, werten die Sozialdemokraten als Schlag ins Gesicht aller am Leitbild beteiligten Akteure. Aufgrund der geänderten Mehrheitsverhältnisse im Kommunalparlament könnte dies gleichbedeutend mit dem Ende des Leitbildprozesses sein. „Dies ist ein herber Rückschlag für alle Bürgerinnen und Bürger, die sich in ihrer Freizeit an dem Leitbildprozess beteiligt haben. Eine längere Stagnation oder gar ein Abwürgen wegen fehlender Finanzmittel bedeutet schon fast eine Abkehr von diesem aktiv gelebten Prozess“, so die Äußerungen der SPD-Fraktion in der Gemeindevertretersitzung am 24. November 2016.

Im März 2015 kritisierte der jetzige Fraktionsvorsitzende der CDU, Dr. Volz, in einem Leserbrief im Odenwälder Echo mit dem Titel „Keine guten Vorzeichen“ die Leitbild-Initiative bereits vor deren Beginn und sah schon damals für deren Zukunft schwarz. Sehen Sie hierzu auch eine Kopie des Leserbriefes. Besonders pikant ist dabei, dass er zu dem damaligen Zeitpunkt vermutete, die erarbeiteten Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger würden „so lange an die (finanziellen) Vorstellungen der Brensbacher SPD-Granden angepasst, bis nur noch ein wirkungsloses Zerrbild desselben übrig bleibt.“ Dass nunmehr CDU und UWG eben genau dieses Verhalten an den Tag legen, zeugt von dem vielfach propagierten „anderen“, jedoch völlig falschen Politikstil.

Die Abgeordneten der SPD nutzten jedoch die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 8. Dezember 2016, um noch einmal für den Antrag und die Weiterführung des Leitbilds zu werben und insbesondere dafür, dass im Haushalt 2017 Mittel für die Ortskernentwicklung bereitgestellt werden. Trotz großer Bemühungen wurde jedoch der Antrag der Sozialdemokraten in der Gemeindevertretersitzung am 15. Dezember 2016 von der UWG- und CDU-Mehrheit abgelehnt, sodass im nächsten Jahr keine finanziellen Mittel für die Umsetzung des Leitbilds zur Verfügung stehen werden. Dieses Verhalten stößt auf Unverständnis in den Reihen der SPD.

Die Brensbacher Sozialdemokraten stehen trotzdem zum Leitbildprozess und werden sich auch weiterhin für die Umsetzung der hieraus entstandenen Ideen einsetzen. Das sind wir den Bürgerinnen und Bürgern schuldig.

Wir packen an – Gemeinsam freiwillig im Odenwaldkreis

Die Brensbacher SPD beteiligte sich bereits im vergangenen Jahr am Ehrenamtstag „Freiwillig im Gersprenztal“, um die Dr.-Götz-Hütte am Oberwald aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken. Damit die Hütte nicht erneut in einen lang anhaltenden Schlaf verfällt, hat der SPD Ortsverein Brensbach im Rahmen des ersten kreisweiten Ehrenamtstag – initiiert durch die Ehrenamtsagentur des Odenwaldkreises – das letztjährige Projekt wieder aufleben lassen. Mit Hilfe einiger Mitglieder und Anwohner wurde die Schutzhütte am Oberwald wieder „wachgeküsst“ – nicht etwa durch den Kuss eines Prinzen, sondern durch den Einsatz von Motorsensen, Rechen und Besen. Die Hütte wurde von Gestrüpp und Spinnweben befreit und ist für Wanderer, Anwohner und Naturbegeisterte wieder zugänglich.
Nicht nur das Wetter machte den Ehrenamtstag zu einem schönen Ereignis, an dem wir uns für unsere Gemeinde und deren Bewohner engagieren konnten.

Wersauer Forscherkids freuen sich über einen Hummelkasten

Die Brensbacher Sozialdemokraten sorgten beim Frühlingsfest auf der Schulwiese in Wersau am 14. Mai 2016 für strahlende Augen, als Maria Triesethau im Namen des Ortsvereins den Forscherkids Wersau eine Hummelburg als Spende überreichte. Sie wünschte den jungen Forschern viele summende Besucher auf der Schulwiese und auch weiterhin viel Spaß bei der Erkundung und Erforschung der Natur.

Entstanden war die Idee der Spende an die Forscherkids bereits im vergangenen Herbst. Nachdem die Brensbacher Sozialdemokraten im Rahmen des Ehrensamtstages die Dr.-Götz-Hütte am Oberwald aus dem Dornröschenschlaf erweckten, veranstalteten sie an diesem Ort ein Herbstfest. Schnell war sich der Vorstand einig, dass die beim Herbstfest gesammelten Spenden den Wersauer Forscherkids zu Gute kommen sollten. Über die genaue Verwendung der Spende haben die Forscherkids und deren Leiter Thorsten Hormel entschieden: Auf der Schulwiese in Wersau, dem regelmäßigen Treffpunkt der Jugendgruppe, fehlt eine Hummelburg.

Die Forscherkids konnten es schließlich kaum abwarten, den Nistkasten für Hummeln aufzustellen. Die jungen Forscher verteilten zwar beim Auspacken das Füllmaterial der großen Kiste auf der Wiese, was für den Leiter der Jugendgruppe Thorsten Hormel jedoch kein Problem war. Er hatte für die Holzwolle bereits eine andere sinnvolle Verwendung, indem diese als Nistgelegenheit für andere Insekten dienen könnte.

Der SPD Ortsverein Brensbach wünscht den Wersauer Forscherkids viel Spaß mit ihrer Hummelburg und hofft, dass die jungen Forscher auch weiterhin mit großer Neugier und Begeisterung die Natur ihrer Heimat erkunden.

Brensbacher Sozialdemokraten ehren langjährige Mitglieder

Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung ehrten die Brensbacher Sozialdemokraten verdiente Mitglieder sowie die nach der Kommunalwahl ausgeschiedenen Fraktionsmitglieder für deren Treue, Einsatz und ehrenamtliches Engagement.

Der bisherige Vorsitzende des Ortsvereins Klaus-Dieter Schmidt dankte den Mitgliedern Getrud Stosiek für 40 Jahre sowie Sonja Maurer und Werner Köhler für jeweils 25 Jahre Mitgliedschaft in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Bei der Mitgliederversammlung erhielt Sonja Maurer die Ehrenurkunde der Partei und wurde mit Ehrennadel und Präsentkorb geehrt. Klaus-Dieter Schmidt hob ihr großes Engagement für den Ortsverein und den Gemeindevorstand hervor und betonte, dass sie aus diesen Gremien nicht wegzudenken sei. Da Gertrud Stosiek und Werner Köhler nicht an der Mitgliederversammlung teilnehmen konnten, wurden die Ehrungen nachgeholt.

Neben der Ehrung der langjährigen SPD-Mitglieder richtete Klaus-Dieter Schmidt ein großes Dankeschön an die ehemaligen Fraktionsmitglieder Peter Köhler, Anja Marquardt, Werner Lode, Tanja Zeiher-Rudolf, Roger Flath und Simon Stephan für ihren Einsatz und ehrenamtliches Engagement für die Gemeinde Brensbach. Im Namen des Ortsvereins wurden die Anwesenden mit einem Präsent geehrt.

Der neu gewählte Ortsvereinsvorstand nutze diese Gelegenheit, um sich auch bei Klaus-Dieter Schmidt mit einem Präsentkorb für dessen großes Engagement für die Partei zu bedanken. Schmidt führte den Ortsverein über Jahre vorbildlich. Mit Herz und Verstand widmete er sich den Anliegen der Mitglieder und setzte sich mit großem Einsatz für die Belange der Gemeinde Brensbach ein. Da Schmidt noch in weiteren Vereinen aktiv ist, trat er aus zeitlichen Gründen nicht erneut zur Wahl des Ortsvereinsvorsitzenden an. Stattdessen schlug er seinen bisherigen Stellvertreter Christian Senker vor, den er auf diese Aufgabe gut vorbereitet hatte.


Fotos: Rolf Wilkes, Erbach

Wir packen an, für unsere Gemeinde.