{"id":13,"date":"2008-02-22T12:40:40","date_gmt":"2008-02-22T11:40:40","guid":{"rendered":"http:\/\/wp1033296.wp056.webpack.hosteurope.de\/spd-brensbach\/?p=13"},"modified":"2014-02-12T21:24:24","modified_gmt":"2014-02-12T20:24:24","slug":"hat-die-mindestlohndebatte-auch-fur-brensbach-relevanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spd-brensbach.de\/?p=13","title":{"rendered":"Hat die Mindestlohndebatte auch f\u00fcr Brensbach Relevanz?"},"content":{"rendered":"<p>Die Debatte um den Mindestlohn erregt zurzeit die Gem\u00fcter nicht nur im Odenwaldkreis. Obwohl dieser Kreis l\u00e4ndlich gepr\u00e4gt ist, stellen Arbeitnehmer doch einen vergleichsweise hohen Anteil der Erwerbst\u00e4tigen. Durch die in den letzten Jahren sinkenden Reall\u00f6hne und teilweise auch Lohnk\u00fcrzungen vergr\u00f6\u00dfert sich st\u00e4ndig die Zahl der Niedriglohnempf\u00e4nger.<br \/>\nEs kommt dabei auch im Odenwald vor, dass L\u00f6hne bezahlt werden, die zur Bestreitung des Lebensunterhalts nicht ausreichen: Das Einkommen solcher betroffener Familien liegt dabei unter den so genannten &#8222;Hartz IV (ALG 2)&#8220;-S\u00e4tzen. Daher ist gerade im Odenwaldkreis der Mindestlohn ein Thema.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Von den Bef\u00fcrwortern werden vor allem die folgenden Gr\u00fcnde in den Vordergrund gestellt:<br \/>\nMindestl\u00f6hne sind ein Gebot der Gerechtigkeit. Wer den ganzen Tag arbeitet, muss sich und seine Familie von dem erarbeiteten Lohn auch ern\u00e4hren k\u00f6nnen. In der Landesverfassung von NRW hei\u00dft es z.B.: \u201eDer Lohn muss der Leistung entsprechen und den angemessenen Lebensbedarf des Arbeitenden und seiner Familie decken.\u201d<\/p>\n<p>Mindestl\u00f6hne sind ein Gebot der W\u00fcrde der Arbeit. Harte Arbeit muss gerecht entlohnt werden.<br \/>\nMindestl\u00f6hne sind ein Gebot der \u00f6konomischen Vernunft. Lohndr\u00fcckerei schw\u00e4cht die Kaufkraft der Menschen und gef\u00e4hrdet damit die gute Konjunktur.<br \/>\nMindestl\u00f6hne sind ein Gebot des fairen Wettbewerbs. Wettbewerb soll \u00fcber Produktivit\u00e4t und Qualit\u00e4t der Leistung, nicht \u00fcber Lohndumping stattfinden.<\/p>\n<p>Die Gegner eines Mindestlohns hingegen bef\u00fcrchten einen Arbeitsplatzverlust im Niedriglohnsektor. Die Folgen des geringen Lohns f\u00fcr die Betroffenen seien nicht so dramatisch, da die Differenz zu den ALG 2-S\u00e4tzen vom Staat ausgeglichen w\u00fcrde. Dies ist aber genau der Punkt: Unternehmen rechnen mittlerweile mit diesen staatlichen Subventionen. Diese Subventionen setzen andere Unternehmen unter Druck, ebenfalls die Lohnkosten f\u00fcr ihre Mitarbeiter zu dr\u00fccken. Letztendlich k\u00f6nnten durch diese Subventionen sogar regul\u00e4re Arbeitspl\u00e4tze vernichtet werden.<\/p>\n<p>Mit ihren Stundenl\u00f6hnen stocken bundesweit nahezu eine Million Menschen, darunter 400.000 Vollzeitbesch\u00e4ftigte, ihre Niedriglohn-Eink\u00fcnfte auf ALG II-Niveau auf. Die wachsende Zahl der Aufstocker f\u00fchre &#8211; so eine Mitteilung des Odenwaldkreises &#8211; zu einer Belastung des Kreishaushaltes und zu wachsenden kommunalen Ausgaben.<\/p>\n<p>Dies betrifft dann wiederum den Haushalt Brensbachs, der den Kreishaushalt mitfinanziert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Debatte um den Mindestlohn erregt zurzeit die Gem\u00fcter nicht nur im Odenwaldkreis. 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