{"id":5920,"date":"2025-02-19T08:59:29","date_gmt":"2025-02-19T07:59:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spd-brensbach.de\/?p=5920"},"modified":"2025-02-19T08:59:29","modified_gmt":"2025-02-19T07:59:29","slug":"brensbacher-cdu-die-meister-der-politischen-hoeflichkeit-und-der-sozialen-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spd-brensbach.de\/?p=5920","title":{"rendered":"Brensbacher CDU: Die Meister der politischen H\u00f6flichkeit \u2013 und der sozialen Medien"},"content":{"rendered":"\n<p>Es gibt in der Politik wohl kaum etwas, das so erfrischend erleuchtend ist, wie der respektlose Umgang der Brensbacher CDU mit ihren liebsten Feindbildern.<br>Keine drei Stunden nach der letzten Kreistagssitzung am 17. Februar 2025, in der es um den Verkauf der Gesch\u00e4ftsanteile der Odenwald Schlachthof Bautr\u00e4ger GmbH an einen potenziellen Investor ging, meldete sich die Brensbacher CDU bereits mit einem Paukenschlag auf Social Media zu Wort. \u201ePolitische Wendeh\u00e4lse\u201c \u2013 ein Titel, der nicht nur die Sch\u00e4rfe der Kritik unterstreicht, sondern auch, wie wenig der politische Anstand hier noch zu finden ist.<br>Doch was genau hatte die Brensbacher CDU aufgebracht? Ein Antrag der Gr\u00fcnen und die Zustimmung eines SPD-Abgeordneten. Aber der Reihe nach.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Die Dramaturgie des politischen Skandals<\/h5>\n\n\n\n<p>Die Kreistagssitzung hatte einen sachlichen Hintergrund: Es ging um den Verkauf von Gesch\u00e4ftsanteilen an der Odenwald Schlachthof Bautr\u00e4ger GmbH. W\u00e4hrend die Kreis-CDU die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen lobte und dem Landrat f\u00fcr seinen Einsatz dankte, griff die Brensbacher CDU nach der Sitzung in gewohnter Manier auf Facebook die SPD an.<br>Der vermeintliche Skandal: Der Brensbacher SPD-Kreistagsabgeordnete Senker hatte einem Antrag der Gr\u00fcnen zugestimmt, der vorschlug, den Tagesordnungspunkt zun\u00e4chst in den Ausschuss f\u00fcr Landwirtschaft zu \u00fcberweisen, um eine detaillierte Beratung zu erm\u00f6glichen. Ein Antrag, der in einer demokratischen Gesellschaft eigentlich als vern\u00fcnftig betrachtet werden k\u00f6nnte. Doch nicht f\u00fcr die Brensbacher CDU \u2013 f\u00fcr sie war dies die perfekte Gelegenheit, sich als selbsternannter politischer Sheriff zu profilieren und mit dem Finger auf die Mandatstr\u00e4ger der SPD zu zeigen \u2013 wie sich die \u201eWendeh\u00e4lse\u201c doch drehen!<br>Neben Senker enthielten sich schlussendlich auch der Brensbacher B\u00fcrgermeister Rainer M\u00fcller und die Mandatstr\u00e4gerin Cornelia Reinersch aus Reichelsheim der Stimme. Dem Verkauf der Gesch\u00e4ftsanteile f\u00fcr symbolische 76 Euro stand dies nicht im Wege. Diesem stimmten neben der SPD Fraktion auch die Mandatstr\u00e4ger von \u00dcWG, FDP und CDU zu. Lediglich die Gr\u00fcnen stimmten dagegen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Fehlen von Respekt \u2013 und Informationen<\/h5>\n\n\n\n<p>Doch was steckt nun hinter dieser scheinbar dramatischen Reaktion der Brensbacher CDU?<br>Deren Verantwortliche hielten es nicht f\u00fcr notwendig pers\u00f6nlich zur Kreistagssitzung als G\u00e4ste zu erscheinen. Und dennoch scheint ihnen das Thema so wichtig zu sein, dass es nicht einmal mehr Raum f\u00fcr eine sachliche Beratung geben solle. Lieber holten sich die Kollegen ihre Informationen \u00fcber Dritte, als den pers\u00f6nlichen Dialog zu suchen \u2013 ganz zu schweigen davon, dass sie sich nicht die M\u00fche machten, mit Senker pers\u00f6nlich zu sprechen.<br>Dabei stellt Senker ganz klar fest, dass er die M\u00f6glichkeit eines erneuten Schlachtbetriebs, der die Bed\u00fcrfnisse der regionalen Viehhalter und das Tierwohl ber\u00fccksichtigt, ausdr\u00fccklich begr\u00fc\u00dft. Aber, und das ist der Punkt, der die Brensbacher CDU scheinbar v\u00f6llig \u00fcberfordert: Senker hielt es f\u00fcr angemessen, wenn die Investoren vor der Beschlussfassung im Kreistag ihr Konzept den Madatstr\u00e4gern in einer \u00f6ffentlichen Sitzung h\u00e4tten vorstellen k\u00f6nnen. Das ist so eigentlich \u00fcblich und tr\u00e4gt ma\u00dfgeblich zur Transparenz bei. Insbesondere weil das mediale und \u00f6ffentliche Interesse am Thema Schlachthof bekannterma\u00dfen gro\u00df ist.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Die Frage nach der Transparenz<\/h5>\n\n\n\n<p>Konkret steht die Frage im Raum, wie mit einer angek\u00fcndigten Investition von vier Millionen Euro die notwendige Modernisierung des Schlachthofs sichergestellt werden kann. Schlie\u00dflich wisse man in Brensbach nur zu gut, dass bspw. eine grundlegende Erneuerung der Kl\u00e4ranlage auf dem Gel\u00e4nde notwendig ist, sowie viele andere bauliche Ma\u00dfnahmen, die noch gar nicht konkretisiert wurden.<br>Den Mandatstr\u00e4gern fehlten jedoch jegliche Details zu den geplanten Investitionen. Eine Vorstellung der angestrebten Ma\u00dfnahmen h\u00e4tte viele Fragen im Vorfeld kl\u00e4ren k\u00f6nnen \u2013 Dinge, die von der Brensbacher CDU anscheinend eher als nebens\u00e4chlich betrachtet werden.<br>Auch um etwaigen Vorw\u00fcrfen gegen\u00fcber den Investoren von Anfang an vorzubeugen, h\u00e4tte eine transparente Vorstellung beitragen k\u00f6nnen. Da die Investoren auch am Schlachthof in Aschaffenburg in Verantwortung stehen, stellen sich B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger die Frage, ob sichergestellt ist, dass es in Brensbach k\u00fcnftig nicht \u2013 wie zuletzt in Aschaffenburg \u2013 zu massiven Verst\u00f6\u00dfen kommt.<br>In der Kreistagssitzung wurde von Landrat Matiaske ausgef\u00fchrt, dass es daf\u00fcr keinerlei Anhaltspunkte gibt. Umso wichtiger w\u00e4re es nach Senkers Auffassung gewesen, hier von Beginn an h\u00f6chste Transparenz zu gew\u00e4hrleisten, um dem k\u00fcnftigen Schlachthof einen guten Start zu erm\u00f6glichen.<br>Doch f\u00fcr die Brensbacher CDU scheinen Projektvorstellung und sachliche Beratung ein unn\u00f6tiger Luxus zu sein. Warum sich mit solchen Fragen besch\u00e4ftigen, wenn man einfach, schnell und scharf mit dem Finger auf politische Gegner zeigen kann?<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Fazit: Respekt und Sachlichkeit \u2013 Fremdw\u00f6rter f\u00fcr die Brensbacher CDU<\/h5>\n\n\n\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass die Brensbacher CDU wieder einmal eine eindrucksvolle Demonstration von politischer Unreife und mangelndem Respekt geliefert hat.<br>Anstatt sich sachlich \u00fcber die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Enthaltungen zu informieren und auf die Fragen einzugehen, wird die SPD einfach mal wieder als Feindbild aufgebaut \u2013 mit einer Wucht, die man fast schon als unbeabsichtigte Karikatur der eigenen politischen Arbeitsweise betrachten k\u00f6nnte. In der Welt der Brensbacher CDU geht es wohl nur darum, wer am lautesten schreit und den politischen Gegner am sch\u00e4rfsten angreift, der hat Recht.<br>Vielleicht sollte man bei der n\u00e4chsten Kreistagssitzung ein neues Thema einbringen: \u201eRespekt in der politischen Auseinandersetzung \u2013 ein Konzept f\u00fcr die Brensbacher CDU?\u201c Aber nat\u00fcrlich nur, wenn der Antrag daf\u00fcr von den Gr\u00fcnen kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt in der Politik wohl kaum etwas, das so erfrischend erleuchtend ist, wie der respektlose Umgang der Brensbacher CDU mit ihren liebsten Feindbildern.Keine drei Stunden nach der letzten Kreistagssitzung am 17. 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