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Sieben 145 Meter hohe Windkrafträder an der Grenze zu Brensbach?

Dieter Strathe von der Firma juwi schlug den im Lengfelder Feuerwehrhaus versammelten Gemeindevertretern ein ganz konkretes Projekt vor: die Errichtung von sieben Windrädern im Märkerwald zwischen Ober-Klingen und dem Brensbacher Ortsteil Mummenroth. Hierbei würden sicherlich einiges an Waldbeständen sterben müssen.

Für den Standort sind Anlagen des deutschen Herstellers „Enercon“ im Gespräch. Es handelt sich um einen neuen Typ der Zwei-Megawatt-Klasse, sozusagen ein „Rolls Royce“ unter den Windenergieanlagen, vom friesischen Hersteller fürs deutsche Binnenland konzipiert und dort geeignet, bis zu 1250 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Vier Millionen Euro kostet das Stück, ist im Gegensatz zum Rolls Royce getriebelos und damit besonders wartungsarm. Die „E 82“ hat einen über 100 Meter hohen Mast, und an der Nabe sind 45 Meter lange Rotorblätter befestigt – macht einen Propellerdurchmesser von 90 Meter. Damit ist der Kölner Dom nur 12 m höher als die jeweils sieben Windräder, besitzt aber dafür nur zwei Türme.

Detlev Biltz zum SPD-Kandidaten für die Bundestagswahl gekürt

Detlev Blitz aus Höchst im Odenwald, 50 Jahre alter Geschäftsführer der Behinderteneinrichtung Integra, wird bei der nächsten Bundestagswahl für die SPD ins Rennen gehen. Er setzte sich am Donnerstagabend in der Groß-Umstädter Stadthalle mit einem deutlichen Stimmergebnis von 71,9 Prozent gegen zwei Mitbewerber durch. Über 200 Delegierte entschieden in geheimer Wahl, wer die SPD in den Bundestagswahlkampf führen soll. Blitz war bereits im September einstimmig auf dem Parteitag der Odenwälder Sozialdemokraten vorgeschlagen worden.

Der studierte Germanist und Politikwissenschaftler engagiert sich seit über 15 Jahren im Kreistag des Odenwaldkreises und war bis zu seiner Wahl in den Kreisausschuss Vorsitzender des Ausschusses für soziale Angelegenheiten, Jugend und Sport im Kreistag. Blitz ist Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft für soziale Arbeit, der Integra GmbH in Erbach, die unter anderem auch den Supermarkt „CAP“ in Höchst initiiert hat. Rund 30 behinderte Menschen haben hier einen Arbeitsplatz gefunden.

Der Bundestagswahlkreis 187 (früher 188) besteht aus dem Odenwaldkreis, dem Ostteil Darmstadt-Dieburgs und der Südspitze des Landkreises Offenbach.

Antrag der SPD-Fraktion zur Änderung des Steinbruchs in Groß-Bieberau

Antrag der SPD-Fraktion der Gemeindevertretung Brensbach zum TOP 2 der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag, den 7. August 2008 um 20.00 Uhr,
„Vorhaben der Mitteldeutschen Hartstein Industrie GmbH (MHI) zur Änderung des Steinbruchs in Groß-Bieberau“

Antrag
Der Haupt- und Finanzausschuss schlägt der Gemeindevertretung der Gemeinde Brensbach vor, den zur Wahrung des Einspruchtermins durch den Bürgermeister schriftlich vorgebrachten Widerspruch zu befürworten.

Begründung

  1. Gemäß Zeugenaussagen haben die Sprengungen in der Vergangenheit Schäden an diversen Häusern verursacht.
    Entgegen der Aussagen des ehemaligen Geschäftsführers der MHI, wonach eine Verlagerung der Sprengaktivitäten in die Wersau abgewandte Steinbruchrichtung versprochen wurde, soll nun weiterhin mit Ausstrahlung in Richtung Wersau gesprengt werden. Dies bedeutet, dass eine Verbesserung der Situation nicht zu erwarten ist und weitere Schäden vorprogrammiert sind. Unabhängig davon soll eine Verringerung der Lärm- und Schockbelastung angestrebt werden.
  2. Solange keine verlässlichen Dauermessungen über einen längeren Zeitraum erfolgt sind, sind die bisherigen Messergebnisse nicht über Zweifel erhaben.
  3. In der Stellungnahme zum zukünftigen Flächennutzungsplan der Gemeinde Brensbach werden Bedenken gegen Baugebiete in Wersau, welche in Richtung Steinbruch gewandt sind, wegen der Sprengungen der MHI erhoben. Damit wird deutlich gemacht, dass hinsichtlich der Weiterentwicklung des Ortsteils Wersau Einschränkungen für den Bürger und die Gemeinde in Kauf genommen werden müssen.
  4. Steine, die durch Sprengungen bis in das Waldgebiet Gemmertsberg und die darunter befindlichen Fischteiche geschleudert wurden, stellen eine Gefährdung für Wanderer und Radfahrer auf den dort befindlichen Feldwegen dar. Zum Schutz sind hier zusätzliche Auflagen vorzusehen, die jegliche Gefahren ausschließen.
  5. Hinsichtlich evtl. Schadensmeldungen sollte eine sog. Hotline eingerichtet werden, damit die Bürger jederzeit Informationen erhalten können und evtl. Beschwerden vorbringen.
  6. Zur Regulierung von Streitigkeiten sollte ein unabhängiges Schiedsverfahren vorgesehen werden.

Brensbach, den 5. August 2008
Maria Triesethau, Fraktionsvorsitzende