Brensbacher SPD nominiert Rainer Müller wieder als Bürgermeister-Kandidat

Aus der Absicht, Bürgermeister von Brensbach bleiben zu wollen, hatte Rainer Müller (3.v.l.) kein Geheimnis gemacht. Erwartungsgemäß wurde der amtierende Bürgermeister daher nun auch offiziell von den Brensbacher Sozialdemokraten zur Wiederwahl am 1. März 2020 nominiert.

In der sehr gut besuchten Nominierungsversammlung, die am 18. Oktober im Gemeindezentrum stattfand, erhielt Rainer Müller dazu einen eindrucksvollen Vertrauensbeweis von der Basis. Denn die Kandidatur des derzeitigen Bürgermeisters für eine weitere Amtszeit wurde mit einem einstimmigen Votum unterstützt. Die Brensbacher SPD verfolgt damit auch das Ziel, dass die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fortgesetzt werden kann.

Vor der Wahl hatte der Vorsitzende der Brensbacher SPD, Christian Senker, die Arbeit von Rainer Müller als derzeitiger Bürgermeister gewürdigt: Durch seine freundliche und verbindliche Art sei er ein Bürgermeister für alle Einwohner. „Er führt die Gemeinde mit Weitsicht, großem Elan und hohem persönlichen Einsatz. Dabei entscheidet er gradlinig und handelt sachorientiert“, so Christian Senker. Insbesondere lobte Senker den fairen Umgangsstil des amtierenden Bürgermeisters und seine Aufgeschlossenheit den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber sowie die transparente Darstellung seiner komplexen, breitgefächerten Arbeit. „Als Abgeordneter im Odenwälder Kreistag vertritt Rainer Müller dort unter anderem auch die Interessen unserer Gemeinde. Er ist nicht nur treibende Kraft bei der interkommunalen Vernetzung, er bringt auch die Menschen in unserer Gemeinde zusammen“, führte Senker weiter aus und warb damit für die Wiederwahl des amtierenden und sehr erfolgreich agierenden Bürgermeisters.

Danach ging Bürgermeister Rainer Müller in seiner Bewerbungsrede zunächst auf das bereits Erreichte ein und nannte die wichtigsten Projekte, die er in seiner bisherigen Amtszeit erfolgreich umsetzen konnte: Zusammen mit der Bürgerschaft und der Kommunalpolitik wurde ein Leitbild für Brensbach erarbeitet. Die gerade in vielen Bereichen stattfindende Gemeindeentwicklung habe er damit entscheidend anstoßen können. Mit der Verlängerung der Öffnungszeiten für die Kinderbetreuung, der Einstellung eines Jugendpflegers und der Modernisierung von Kinderspielplätzen habe er zudem im sozialen Bereich deutliche Akzente gesetzt. Durch den Bau des neuen und modernen Hochbehälters am Oberwald ist die Wasserversorgung für unsere gesamte Gemeinde nachhaltig gesichert und auch die Planung für die Sanierung des Gemeindezentrums ist im Wesentlichen abgeschlossen. Im Frühjahr 2020 wird der Umbau beginnen, führte Rainer Müller nicht ohne Stolz weiter aus. Und Christian Senker ergänzte, dass die Finanzlage der Gemeinde Brensbach durch die umsichtige Haushaltsführung des Verwaltungschefs auch künftige Investitionen zulässt: „Diese sind notwendig, um den Menschen in unserer Gemeinde eine gute Zukunft bieten zu können“.

Das Ganze im Blick

Rainer Müller stellte anschließend das Motto seiner Kandidatur „Das Ganze im Blick“ sowie die Eckpunkte der Maßnahmen vor, die er in der nächsten Amtsperiode umsetzen möchte. Das Motto „Das Ganze im Blick“ habe er gewählt, um damit auszudrücken, dass er über ein tiefes Verständnis für die Gesamtheit der Gemeinde Brensbach und den internen Zusammenhängen aus sich überlagernden aber auch widerstrebenden Interessen von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Vereinen sowie Verwaltungsebenen verfüge. Dies sei jedoch unerlässlich, um daraus eine Vision aber auch konkrete Handlungsschwerpunkte ableiten zu können, mit denen Brensbach unter Einbeziehung aller Interessensgruppen zu einer Kommune entwickelt wird, in er es sich noch besser leben, wohnen und arbeiten lässt. „Dazu gehört in erster Linie, unsere Ortskerne umzugestalten und dort attraktive Lebensräume entstehen zu lassen.“ Den Schwerpunkt sieht der Bewerber dabei in Brensbach am Professor-Eduard-Anthes Platz und den umliegenden Straßenzügen. Mit einer kommunalen Förderstrategie will Müller dazu motivieren, leerstehende Immobilien in den Innenbereichen wieder für Wohnzwecke nutzbar zu machen. „Natürlich können alle Ortsteile in diesen Prozess einbezogen werden“, erläutert Müller. Diese Strategie ist im Zusammenhang mit der aktuellen Baugebietsentwicklung „Am Kirschberg“ zu betrachten, denn die daraus erzielten Erlöse dienen zur Finanzierung der Förderung für die Innenbereiche. Die Gewerbeentwicklung, die Gesundheitsversorgung der Gemeinde sowie die Anbindung an den Personennahverkehr und die Digitalisierung der Verwaltung waren weitere Themen der Vorstellung. „Ich werde weiterhin nahe bei den Bürgerinnen und Bürgern sein und immer ansprechbar bleiben“ versprach Rainer Müller zum Abschluss seines Vortrags.

Rainer Müller ist 1961 im benachbarten Reichelsheim geboren. Der Diplomverwaltungswirt (FH) übt das Bürgermeisteramt seit 2014 aus. Zuvor war er seit 2006 in der Gemeindevertretung aktiv und hatte dort bereits Verantwortung als Vorsitzender des Sport- Kultur- und Sozialausschusses und als Vorsitzender der Gemeindevertretung übernommen. Seit seiner Jugend lebt er in Brensbach und ist als ehemaliger Fußballer bei der SSV Brensbach dem Sport eng verbunden. Seine Leidenschaft Theater zu spielen erhält er sich immer noch zusammen mit seiner Frau Heike bei gelegentlichen Auftritten mit den Bannosern. Zusätzlich unterstützt er durch seine Mitgliedschaften unter anderem bei der Freiwilligen Feuerwehr Brensbach, der Kleinkunstkneipe „Alte Post“ und dem Verein „Wir sind eine Welt“ das ehrenamtliche Engagement in seiner Gemeinde.

Das Bild zeigt Bürgermeister Rainer Müller (3.v.l.) mit seiner Frau Heike (2.v.l.), den stellv. UB-Vorsitzenden Rüdiger Holschuh (li.), den Vorsitzenden der Brensbacher SPD, Christian Senker (3.v.r), sowie Klaus-Dieter Schmidt (2.v.r.) und Sonja Maurer.

Faschismus? Das war einmal!?

Das ist die Verirrung vergangener Generationen und heute gar nicht mehr möglich?

So zumindest ist die landläufige Meinung unter den Schülern des Gymnasiallehrers Rainer Wenger (Jürgen Vogel). Damit kann sich Herr Wenger nicht abfinden. Er startet in seiner Klasse ein Experiment, das den Schülern die Entstehung einer Diktatur am eigenen Leibe vor Augen führen soll. Die Schüler sollen eine Organisation formen, in der Begriffe wie Disziplin und Gemeinschaft die wichtigsten Güter sind. Er selbst ernennt sich zum Anführer der Bewegung und tauft sie: Die Welle.

Doch wo Gemeinschaft ist, gibt es schnell auch diejenigen, die nicht dazu gehören wollen oder sollen. Schon wenige Tage nach Beginn des Experiments, werden diese Außenseiter von den Mitgliedern der Welle gemobbt, gehänselt und es kommt noch schlimmer. Wenger muss erkennen, dass er die Kontrolle über das Experiment zunehmend verliert und dass die Lektion für seine Schüler auch ihn unvorbereitet trifft.

Die Welle ist die Verfilmung des Romans von Morton Rhue. Dieser geht wiederum auf eine reale Begebenheit zurück: Ein Experiment, das 1967 unter dem Namen ‘The Third Wave’ in Kalifornien stattfand.

Das Bündnis „Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun“ lädt in Kooperation mit dem DGB und der Gemeinde Brensbach zu einer Vorführung dieses hochaktuellen Films am 7. November 2019 um 19.00 Uhr in die Kulturhalle des Gemeindezentrums, Ezyer Straße 5, 64395 Brensbach ein.

Der Eintritt ist frei.

SPD Brensbach trauert um Ehrenbürgermeister Willi Riedel

Im Rahmen einer Mitgliederversammlung gedachten die Brensbacher Sozialdemokraten dem kürzlich verstorbenen Willi Riedel. Der plötzliche und unerwartete Tod des Brensbacher Ehrenbürgermeisters war Grund zu großer Trauer für die Parteimitglieder. Willi Riedel verstarb in der Nacht zum Sonntag, den 13. Oktober 2019, im Alter von 79 Jahren. Am 1. November wäre er 80 Jahre alt geworden.

Bereits 1967 ist Willi Riedel in die SPD eingetreten und ihr bis zuletzt über 50 Jahre treu geblieben. Diese Treue würdigten die Anwesenden wie auch seine politischen Erfolge und den überaus engagierten Einsatz für die Gemeinde Brensbach. Als Amtsvorgänger von Rainer Müller und Hans-Georg Stosiek hatte Willi Riedel von 1972 bis 1997 fast 25 Jahre das Heft des Handelns in der Hand. Zu seinen größten Erfolgen gehörten dabei unter vielen Weiteren, die Umsetzung der Gebietsreform 1972 und die Integration der heutigen Ortsteile in die Großgemeinde Brensbach, die Gründung des Abwasserverbands Obere Gersprenz oder der Aufbau der bis heute innigen Freundschaft zur französischen Partnergemeinde Ezy-sur-Eure.

In der Trauerrede betonte Christian Senker als Vorsitzender der SPD Brensbach auch Willi Riedels Verdienste für die Sozialdemokratie in der Gemeinde und darüber hinaus. Wie der Vorsitzende ausführte waren nach Willi Riedels Amtsantritt viele Brensbacher neu in die SPD eingetreten, um sich kommunalpolitisch für Ihre Gemeinde zu engagieren.

Wir werden uns in Dankbarkeit an Willi Riedel erinnern und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Kommt zusammen und macht Europa stark! – Worte zu Europa

Rainer Müller

Europa ermöglicht Begegnungen über Grenzen hinweg. Wer sich begegnet, tauscht sich aus, lernt andere Kulturen kennen und entwickelt Verständnis für die Bedürfnisse anderer. Auf diesem Weg hat sich beispielweise die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich durch die zahlreichen Partnerschaften von Städten und Gemeinden entwickelt und gefestigt. Wir leben dies in Brensbach seit über 40 Jahren sehr aktiv und haben damit einen Mosaikstein in das Friedensbild von Europa eingefügt. Auf der anderen Seite erleben wir mit dem Brexit, wie spaltend ein solcher Prozess auf die Menschen in Europa wirkt. Mit Europa verbinde ich Toleranz und Frieden.

Sabine Belinga Belinga

Ich verbinde mit einem starken Europa die Achtung der Menschenrechte, die die Würde und Gleichheit aller Menschen garantiert. Dazu gehört für mich auch eine humane Asylpolitik. Vor diesem Hintergrund müssen wir uns gegen alle rechtspopulistischen Bewegungen und nationalstaatliche Egoismen stellen.

Klaus-Dieter Schmidt

Warum ist Europa wichtig?
„Auch er hat sein Leben gelassen im Kampfe gegen den Weltfeind, für Deutschlands Größe und Sieg!“ So steht es im Schreiben vom 15.01.1943, das meine Mutter erhielt. Mein Vater starb am 13. Januar 1943, wenige Tage vor seinem 32. Geburtstag. Hass, Größenwahn und Menschenverachtung hatten den 2. Weltkrieg ausgelöst. Verständnis für und Achtung vor unseren europäischen Nachbarn, Freundschaft und gegenseitige Hilfe sind die Garanten für den Frieden, den wir in Europa seit über 70 Jahren erleben dürfen. Ein immer mehr zusammenwachsendes und geeintes Europa ist für unsere Demokratie, unsere Freiheit und auch für unser persönliches Wohl, auch hier in Brensbach, unabdingbar. Dafür müssen wir uns – auch bei der kommenden Wahl – immer wieder einsetzen.

Hermann Salg

Europa bedeutet für mich:
Offene Grenzen zwischen den Ländern und zwischen den Menschen. In der EU kann ich in jedem Land Freunde besuchen ohne Kontrollen und Grenzzäune. Wann immer ich das will! Ich kann von Norden nach Süden von Osten nach Westen fahren ohne lange Wartezeiten an der Grenze. Die Menschen sind durch Freundschaft miteinander verbunden, nicht durch Hass auf den Anderen getrennt. Das ist das Europa wie ich es will. Offene Grenzen und Freunde in jedem Land.

Maria Triesethau

Willy Brandt sagte: „So, wie die Freiheit eine Voraussetzung für die Demokratie ist, so schafft mehr Demokratie erst den Raum, in dem Freiheit praktiziert werden kann.“
Deshalb schaffen wir mit jeder Grenze, die wir innerhalb Europas errichten, ein Stück Freiheit ab, gefährden damit die Demokratie und schwächen die Gemeinschaft der Europäischen Union.

Christian Senker

„Europa ist die Antwort!“ – So lautet der Wahlslogan der SPD zur Europawahl am 26. Mai. Die Antwort auf welche Fragen?
Meine Generation ist aufgewachsenen in Freiheit, Frieden und Wohlstand – selbstverständlich für uns, doch die Mehrheit der Menschen hat diese Privilegien nicht. Europa als Friedensprojekt ist die Antwort, denn ohne Frieden kann es weder Freiheit noch Wohlstand geben.
Als in Europa die Angst vor der „Flüchtlingskrise“ geschürt wurde, waren – auch bei uns in Brensbach – viele Menschen zur Stelle, denn es ging darum geflüchteten Menschen zu helfen. Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft sind leider nicht selbstverständlich, doch wir als Europäer haben gelernt, wie wichtig der Blick über den eigenen Tellerrand ist.
Ein Europa der Menschen ist die Antwort, denn gelebte Solidarität stärkt uns alle – nationaler Egoismus war hingegen noch nie ein guter Weg.
Für die SPD stehen in Europa die Menschen im Mittelpunkt – nicht Banken oder Konzerne. Wir stehen für Verteilungsgerechtigkeit und einen Mindestlohn in allen Mitgliedsstaaten in Höhe von 60 Prozent des jeweiligen Durchschnittslohns. Für eine konsequente und einheitliche Steuerpolitik und die Schließung von Steuerschlupflöchern. Ein gerechtes, solidarisches und selbstbewusstes Europa sowie eine starke Sozialdemokratie im Europäischen Parlament ist die Antwort! Darum werben wir für Ihre Stimme bei der Wahl am 26. Mai.

Gestärkter Ortsverein ehrt treue Mitglieder

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Christian Senker und sein Stellvertreter Manuel Rug freuten sich am 11. März 2019 über eine sehr gut besuchte Jahreshauptversammlung. Deutlich wurde auch während der Versammlung, wie aktiv und lebendig der Ortsverein ist. Diskutiert wurde u.a. mit Rüdiger Holschuh über die anstehende Europawahl im Mai.

Christian Senker kündigte nach einem guten Start in 2019 mit einem sehr erfolgreichen Neujahrsempfang und einer geselligen wie informativen Ortsteilwanderung weitere Veranstaltungen für dieses Jahr an. Unter anderem wird es wieder ein großes Sommerfest geben. Nach dem Rechenschaftsbericht von Rechnerin Sonja Maurer wurde der Vorstand von der Versammlung einstimmig entlastet.

Danach konnten Christian Senker (li.) und Bürgermeister Rainer Müller (re.) fünf neue Mitglieder im Ortsverein begrüßen. Überreicht wurden die Parteibücher u.a. an Heike Müller, Gabi Kramwinkel und Andreas Nagelsdiek. Die Versammlung nahm die Neumitglieder herzlich auf und begrüßte deren Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit. Senker betonte, dass der Ortsverein zur politischen Mitarbeit einlädt und immer offen ist für interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Sodann hatten Rüdiger Holschuh (3.v.l.) und Christian Senker die Ehre, Willi Sauer (2.v.r.) für stolze 40 Jahre in der Partei zu ehren. Eine ganz besondere Ehrung konnte der SPD-Ortsverein mit Heinz Kohler feiern. Beeindruckende 65 Jahre ist Heinz Kohler (2.v.l.) bereits Mitglied der deutschen Sozialdemokratie. Dazu gratulierte auch Bürgermeister Rainer Müller sehr herzlich. Im Namen des Ortsvereins überreichte Christian Senker den Geehrten ein Urkunde und ein kleines Präsent. Ehrungen von Mitgliedern, die nicht anwesend sein konnten, werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Wir packen an, für unsere Gemeinde.