Entwicklungs-offensive Ortskerne startet

Stadt- und Verkehrsplanung zusammendenken. Für eine schöne und sichere Ortsmitte.

Was macht die Gemeinde Brensbach mit rund 5.000 Einwohnern als Kommune des Odenwaldkreises attraktiv? Bezahlbarer und naturnaher Wohnraum, Schulen vor Ort, flexible Kinderbetreuung, gute Verkehrsanbindung, vielfältiges Vereinsangebot für Jung und Alt sowie eine gute Gesundheitsversorgung werden in diesem Zusammenhang immer wieder genannt. Doch zu einer attraktiven Kommune zählt auch eine lebendige, urbane Ortsmitte.

Die Gemeinde Brensbach rief daher auf Antrag der SPD-Fraktion zur Erarbeitung eines Leitbildes für Brensbach auf. Unter dem Motto „Brensbach 2015-2030 – Wir Bürger planen unsere Zukunft. Gemeinsam.“ befassten sich daraufhin engagierte Bürgerinnen und Bürger in mehreren Projektgruppen mit der Entwicklung unserer Gemeinde. Aufbauend auf diesen Ausarbeitungen sowie eigenen Untersuchungen stellte im Sommer 2019 schließlich das Institut für Marketing und Kommunalentwicklung „imakomm AKADEMIE GmbH“ in einer Bürgerversammlung die „Entwicklungsoffensive Ortskerne“ vor. Daraufhin beantragte Bürgermeister Müller die zeitnahe Umsetzung der darin genannten, konkreten Handlungsoptionen. Die Gemeindevertretung stimmte dem Antrag zu und beschloss Mittel bereitzustellen, die noch in diesem Jahr Planungsarbeiten zur Neuordnung des Professor-Eduard-Anthes Platzes und der umliegenden Straßenzüge erlauben. Die Entlastung der Waldstraße vom Schwerlastverkehr steht damit in direktem Zusammenhang. Dafür müssten jedoch am Bolzplatz angesiedelte Gewerbebetriebe in den neuen Gewerbepark Gersprenztal an der B38 umziehen. Die bereitstehenden Mittel dienen auch der Behebung von Leerstand in der Ortsmitte. Ein einheitliches Beschilderungssystem sowie WLAN-Hotspots werden ebenfalls realisiert.

SPD-Fraktion und Bürgermeister Rainer Müller ist die Einbeziehung der Anwohner und aller Beteiligten in den nun folgenden Planungsprozess sehr wichtig. Im offenen Dialog soll so ein umfassendes und tragfähiges Konzept entstehen, das im Einvernehmen mit allen Beteiligten umgesetzt werden kann. Zudem legen wir bei der Umgestaltung großen Wert auf die Einhaltung der Verkehrssicherheit und der Barrierefreiheit. Fußgängern soll das Fortbewegen im Ortskern auch mit Rollator und Kinderwagen erleichtert werden. Breitere Bürgersteige und sichere Straßenübergänge sollen für mehr Sicherheit auch für die jüngsten Verkehrsteilnehmer sorgen.

Darüber hinaus möchte Bürgermeister Rainer Müller durch eine kommunale Förderstrategie dazu motivieren, leerstehende Immobilien in den Innenbereichen wieder für Wohnzwecke nutzbar zu machen. Dafür ließen sich beispielsweise Erlöse aus dem Verkauf von Grundstücken im Baugebiet „Am Kirschberg“ verwenden. SPD und Bürgermeister betonen ausdrücklich, dass alle Ortsteile in diesen Prozess einbezogen werden.