Hat die Mindestlohndebatte auch für Brensbach Relevanz?

Die Debatte um den Mindestlohn erregt zurzeit die Gemüter nicht nur im Odenwaldkreis. Obwohl dieser Kreis ländlich geprägt ist, stellen Arbeitnehmer doch einen vergleichsweise hohen Anteil der Erwerbstätigen. Durch die in den letzten Jahren sinkenden Reallöhne und teilweise auch Lohnkürzungen vergrößert sich ständig die Zahl der Niedriglohnempfänger.
Es kommt dabei auch im Odenwald vor, dass Löhne bezahlt werden, die zur Bestreitung des Lebensunterhalts nicht ausreichen: Das Einkommen solcher betroffener Familien liegt dabei unter den so genannten „Hartz IV (ALG 2)“-Sätzen. Daher ist gerade im Odenwaldkreis der Mindestlohn ein Thema.
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Was steht in Brensbach im Jahr 2008 an?

Neben der Dorferneuerung von Nieder-Kainsbach und der Fertigstellung des Baugebietes Frohngrund stehen für das Jahr 2008 unter anderem auch die folgenden Investitionen an:

In Wersau soll die Kindertagesstätte durch Modernisierung des Nassbereiches an den Standart der beiden anderen Kita’s angepasst werden.

In Nieder-Kainsbach ist die Sanierung des Duschbereiches im Sportheim für 2008 geplant.

In Brensbach soll die Urnenwand auf dem Friedhof erweitert werden; auch die Erneuerung der Garagentore am Feuerwehrgerätehaus vorgesehen.

In Affhöllerbach steht die Anschaffung eines Sektionaltors im Feuerwehrhaus an.

Es geht um unsere Zukunft

Der neue Flächennutzungsplan legt die Entwicklungsmöglichkeiten für die nächsten Jahrzehnte fest

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit werden zurzeit die Weichen für die Entwicklung Brensbachs, des Odenwalds und Südhessens gestellt: Durch den Flächennutzungsplan, den Landschafts- und den Regionalplan wird bis zum Jahr 2020 verbindlich festgelegt, ob und wie viele Flächen z.B. als Bauland, Gewerbegebiet oder land- bzw. forstwirtschaftlich genutzt werden dürfen. Im übergeordneten Regionalplan werden Gemeinden benannt, die als Ober-, Mittel- oder Unterzentren zentrale Funktionen erhalten werden. Dies bedeutet z.B. die Schaffung neuer Arbeitsplätze durch neue Gewerbeansiedlungen.
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Biogasanlage gewinnt Strom aus Abfällen

Gastbeitrag von Roland Rüegsegger, Geschäftsführer der Biokraft Brensbach GmbH & Co. KG

In der Biogasanlage der Biokraft Brensbach wird Strom aus industriellen und landwirtschaftlichen Abfällen gewonnen, der dann in das Netz der HEAG Südhessische Energie AG eingespeist wird. Die für die Produktion eingesetzten Rohstoffe sind in einem exakt definierten Katalog festgelegt und so können die eingesetzten Gärprodukte nach der energetischen Nutzung schließlich unbedenklich auf Grünland ausgebracht werden.

Die Jahresproduktion an Strom bei Volllastbetrieb entspricht dabei dem Strombedarf einer Gemeinde wie Brensbach, kann also etwa 2.500 Haushalte mit Energie versorgen. In Brensbach wurde ein geschlossenes Produktionssystem zusammen mit der benachbarten Biowert Industrie GmbH etabliert. Die gesamte Anlage hat mittlerweile einen so hohen Effizienzgrad erreicht, dass nahezu keine der in der Anlage erzeugten Energie und der im Zusammenhang mit der Energieproduktion entstehenden Produkte ungenutzt bleiben.

Somit dient sie in vielerlei Hinsicht als Musterbeispiel für die innovative Energieerzeugung aus regenerativen Materialien und somit zur wirksamen Reduzierung des CO2-Ausstoßes.

Energie-Zukunft findet in Brensbach statt

Brensbach führend bei regenerativen Energien
Der Odenwald ist reich an regenerativen Energiequellen: Wälder und Felder liefern Holz und Biomasse. Hessens größte Biogasanlage spielt hierbei eine Vorreiterrolle: Landwirte, Obst- und Gemüseanbauer, Molkereien und Zuckerrübenfabriken sowie der örtliche Schlachthof liefern den Rohstoff aus der Region. Im Vergleich zur Windenergie kann eine Biogasanlage kontinuierlich Strom erzeugen und ist nicht von äußeren Wetterbedingungen abhängig. Aber nicht nur hinsichtlich Biogas ist Brensbach führend: Demnächst wird auch Chinaschilf in Brensbach angebaut. Dank innovativer heimischer Firmen und Investoren wird Brensbach eine zukunftsweisende Kompetenzregion. Deshalb bemühte sich die Gemeinde erfolgreich um eine unbürokratische Zusammenarbeit mit den Landwirten und den Firmen.
Es wäre sehr begrüßenswert, wenn Planungen realisiert würden, eine wissenschaftliche universitäre Forschungsaußenstelle in Brensbach errichtet würde. Diese könnte hier in in der Odenwaldgemeinde Brensbach Theorie und Praxis vergleichen und die Technologie voranbringen.

Neues Unternehmen in Brensbach angesiedelt
Ein neues Unternehmen, die Biowert Industrie GmbH, hat in Brensbach ca. 2,9 Mio. Euro in die weltweit erste Produktionsanlage für Grasveredlung investiert. Der Standort neben der Biogasanlage war bewusst gewählt worden, da von dort die erforderliche Prozesswärme direkt bezogen werden kann. Am 1. Juni 2007 hat dieses Unternehmen die erste Grasveredelungsanlage der Welt eröffnet.
Rohstoff für die Produktion ist im Wesentlichen von den Landwirten geliefertes Wiesengras, das in Silos haltbar gemacht wird. Durch spezielles Pressen und Trocknungsverfahren werden die folgenden Endprodukte hergestellt:

  • Dämmstoffe zur Reduzierung von Energieverlusten im Hausbau
  • Proteine für die Aromenindustrie
  • Verbundstoffe aus Polypropylen für die Herstellung von Spritzgussprodukten
  • Grasgülle für den Betrieb der angegliederten Biogas-Anlage

Wir packen an, für unsere Gemeinde.