Brensbacher Sozialdemokraten ehren langjährige Mitglieder

Die Brensbacher Sozialdemokraten ehrten Anfang des Jahres langjährige und verdiente Mitglieder. Der Neujahrsempfang bot dazu einen fröhlichen und würdigen Rahmen.

Ortsvereinsvorsitzender Klaus-Dieter Schmidt bedankte sich bei den langjährigen Mitgliedern für ihre Treue zur SPD und ihren Einsatz in vielen Bereichen. Diese Mitglieder sind für alle Vorbilder und sie ermutigen uns, weiter zu kämpfen für eine soziale und gerechtere Welt.

Geehrt wurde Dieter Lautenschläger für 10-jährige Mitgliedschaft. Er ist bereits 1996 in die SPD eingetreten und war viele Jahre im Vorstand tätig. Seine aktive Mitarbeit und seine konstruktiven Vorschläge machten ihn zu einem beliebten und anerkannten Kollegen. Die schon lange fällige Ehrung wurde hiermit nachgeholt.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurde Walter Kriegbaum geehrt. Ehrenbürgermeister Willi Riedel nahm ihn am 1. August 1975 in die SPD auf. Walter war viele Jahre im Ortsbeirat tätig. Er kennt natürlich die Gegebenheiten in Brensbach und die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger. Trotz seines hohen Alters macht er täglich ausgedehnte Spaziergänge.

Heinrich Range ist bereits seit 50 Jahren Mitglied der SPD. Er hat sich innerhalb der SPD stark engagiert. Er war 30 Jahre lang Rechner und Kassierer im Ortsverein Nieder-Kainsbach. Damals wurden die Beiträge noch bar bezahlt und das Kassieren war manchmal recht mühsam. Heinrich Ramge hat auch zehn Jahre lang zusammen mit seiner Frau und anderen Helfern den Schmankerl-Abend in der Dorfklause Affhöllerbach ausgerichtet. Er musste den Neujahrsempfang wegen eines Termins vorzeitig verlassen. Die wohlverdiente Ehrung wird kurzfristig nachgeholt.

Auch Heinz Brust und Adam Reeg, die ebenfalls 50 Jahre in der SPD sind, konnten an diesem Neujahrsempfang nicht teilnehmen. Beide sind treue und angesehene SPD-Mitglieder und haben sich für die SPD und somit für die Bürgerinnen und Bürger jahrelang eingesetzt. Auch ihre Ehrung wird nachgeholt.

Die Ehrungen nahmen Frank Matiaske, Rüdiger Holschuh, Oliver Grobeis und Klaus-Dieter Schmidt vor. Sie überreichten jeweils eine Urkunde und ein Präsent.
Das Bild von Rolf Wilkes zeigt von links: Dieter Lautenschläger, Rüdiger Holschuh, Frank Matiaske, Walter Kriegbaum (sitzend), Rainer Müller, Oliver Grobeis und Klaus-Dieter Schmidt.

Brensbacher SPD beginnt das Jahr fröhlich und mahnt zu Toleranz

Gut besucht und von einem attraktiven Programm geprägt war der Neujahrsempfang des SPD Ortsvereins Brensbach. Humorvolle Beiträge ergänzten nachdenkliche Worte zu aktuellen Geschehnissen und Information gesellte sich zu Unterhaltung.

Bevor Ortsvereinsvorsitzender Klaus-Dieter Schmidt Besucher und Gäste begrüßte, bat er die Anwesenden, sich zum Gedenken an die Opfer der schrecklichen Anschläge in Frankreich zu erheben. Anschließend begrüßte er Bürgermeister Rainer Müller, Exbürgermeister Hans-Georg Stosiek, Ehrenbürgermeister Willi Riedel, den Landtagsabgeordneten Rüdiger Holschuh sowie den Unterbezirksvorsitzenden Oliver Grobeis und den Breuberger Bürgermeister und Landratskandidaten Frank Matiaske. Begrüßt wurde auch die SPD-Delegation aus Fränkisch-Crumbach mit ihrem Vorsitzenden Thomas Wießmann.

Klaus-Dieter Schmidt machte den Charakter der Veranstaltung als fröhliches Beisammensein mit Gesprächen und Unterhaltung durch den „Reinheimer Guggugg“ deutlich. Gleichzeitig mahnte er jedoch, sich nicht von rechtspopulistischen Demagogen einfangen zu lassen, wie sie auch bei den Anführern von PEGIDA zu finden seien. Wohin das führen könne, hätten einige der Anwesenden vor 70 bis 80 Jahren noch erlebt, wie zum Beispiel Helmut Büdinger, der vom Vorsitzenden bei dieser Gelegenheit herzlich begrüßt wurde. Schmidt machte ebenfalls klar, dass Deutschland für alle friedliebenden Personen offen ist, die sich an unsere demokratische Rechtsordnung halten, egal welche Hautfarbe sie haben und unabhängig davon, welcher Religion sie angehören. Er rief auf, sich für mehr Menschlichkeit und für den Frieden einzusetzen.

In seinem Grußwort bedankte sich Bürgermeister Rainer Müller für die Unterstützung, die er in seinem Wahlkampf Anfang 2014 vielfältig erhalten habe. Er kündigte an, sein Versprechen einzulösen und die Bürgerinnen und Bürger zu Versammlungen in den einzelnen Ortsteilen einzuladen, um mit ihnen die Situation in Brensbach zu besprechen, Fragen zu beantworten, Vorschläge und Anregungen entgegenzunehmen. Danach ging Rüdiger Holschuh auf die prekäre Lage in Wiesbaden ein und beschrieb auch die politische Situation hier im Odenwaldkreis.

Anschließend sorgte Jürgen Poth in seinem ersten Teil als „Der Reinheimer Guggugg“ mit Auszügen aus seinem Programm „Die bucklisch Verwandtschaft“ für fröhliche Stimmung. Mit seiner Gitarre stellte er in erfrischend humorvoller Weise im Odenwälder Dialekt einen Teil seiner Verwandtschaft vom Großonkel Kurt bis zur Uroma Hildegard vor.

Landratskandidat Frank Matiaske schilderte in der folgenden Ansprache seinen beruflichen Werdegang: Seine Ausbildung im Breuberger Rathaus, sein Studium als Diplom-Verwaltungswirt und seinen Master-Abschluss im Studiengang „Öffentliches Management“ in Kassel. Seit vielen Jahren ist der erst 48 Jahre alte Frank Matiaske Bürgermeister und leitet mit großem Sachverstand im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sehr erfolgreich die Geschicke der Stadt Breuberg. Den Dialog mit der Odenwälder Bevölkerung möchte er als Landrat wieder intensivieren, möchte aber auch Gespräche mit den Unternehmen und Gewerbetreibenden nicht vernachlässigen, um Arbeitsplätze zu erhalten und auszubauen. Um den Bevölkerungsrückgang zu stoppen will er den Odenwald für junge Familien attraktiver machen und auch den Älteren ein Leben in der gewohnten Umgebung ermöglichen. Einen Zusammenschluss des Odenwaldkreises mit anderen Landkreisen wird es mit Frank Matiaske nicht geben.

Die anschließende Ehrung langjähriger SPD-Mitglieder und Ziehung der Gewinner des Preisausschreibens aus dem „Blickpunkt Brensbach“ wurden ergänzt durch weitere Liedbeiträge vom „Guggugg“, in denen er seine „bucklische Verwandtschaft“ auf die übliche humorvolle Weise vorstellte.

In seinem Schlusswort bedankte sich Klaus-Dieter Schmidt bei Jürgen Poth für seinen humorvollen und einfühlsamen Auftritt, der vom Publikum begeistert angenommen wurde. Ein großer Dank ging auch an die vielen Helferinnen und Helfer, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz diesen schönen Abend erst ermöglicht haben. Als kleines Präsent konnte jeder Besucher ein von Maria Triesethau aus bedrucktem Papier hergestelltes Kästchen mitnehmen. Mit dem darin enthaltenen Glückskäfer und dem passenden Spruch wurde jedem für das neue Jahr alles Gute, Gesundheit und Zufriedenheit gewünscht.

Fotos: Rolf Wilkes

FREI OHNE ANGST – Nous sommes Charlie

Die Morde an den Journalisten und Zeichnern des französischen Satire-Magazins „Charlie Hebdo“ und an weiteren Menschen erschüttern uns. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer. Wir trauern mit ihnen, wir teilen ihre Wut.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zeitschrift wurden getötet, weil sie ihre Grundrechte auf Presse- und Meinungsfreiheit ausübten. Das Attentat galt damit uns allen, die wir frei und demokratisch, friedlich und respektvoll zusammen leben wollen – in einer offenen Gesellschaft, die wir verteidigen!

Wir sind Frauen und Männer, religiöse und nicht-religiöse Menschen:

  • Gemeinsam erklären wir uns solidarisch mit Journalistinnen und Journalisten, mit Künstlerinnen und Künstlern, deren Leben oder Freiheit bedroht sind.
  • Gemeinsam treten wir dem Versuch entgegen, diese grausamen Taten nun als Bestätigung von Ressentiments, etwa gegenüber Flüchtlingen oder gegenüber dem Islam, zu missbrauchen.
  • Gemeinsam und entschlossen treten wir der Angst entgegen – für die freie und offene Gesellschaft.
  • Gemeinsam treten wir dem perfiden Plan von Terroristen entgegen, einen Keil in unsere Gesellschaft zu treiben.

FREI OHNE ANGST. So leben wir – gemeinsam in der offenen Gesellschaft.

„Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie selbst zu gestalten!“ (Willy Brandt)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Odenwälder!

Ich wünsche Ihnen alles Gute für das neue Jahr, Gesundheit, Zufriedenheit sowie die Erfüllung all Ihrer persönlichen Wünsche und Ziele.

Für mich persönlich beginnen nun spannende Wochen. Am 15. März 2015 ist Landratswahl in unserem schönen Odenwaldkreis. Ich bewerbe mich für dieses wichtige Amt, ich werbe um Ihr Vertrauen.

Der Odenwaldkreis muss wieder zu einer Politik des Vertrauens und der Sachlichkeit zurückfinden. Dafür stehe ich mit meiner Person!
Im Odenwaldkreis muss es wieder gelingen, dass alle an einem Strang ziehen. In unserem Kreis ist es wichtig und unabdingbar, alle einzubeziehen, auch diejenigen, die eine andere Meinung vertreten. Für diese Politik des Miteinanders stehe ich!
Im Odenwaldkreis müssen wieder die Ziele und Visionen im Vordergrund stehen, die uns und unsere Region voranbringen. Das traue ich uns gemeinsam zu!

Ich freue mich auf einen intensiven Austausch mit Ihnen und auf Ihre Ideen und Anregungen.

Herzlichst,

Ihr
Frank Matiaske,
Bürgermeister der Stadt Breuberg
und Landratskandidat im Odenwaldkreis

SPD hofft auf Normalisierung der Beziehungen zu Crumbach und erteilt Verhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit klare Absage

Nachdem sich die Brensbacher Sozialdemokraten über Monate bewusst öffentlich nicht geäußert haben, nehmen sie nun die aktuelle Berichterstattung in der lokalen Presse zum Anlass, ihren Standpunkt zur eventuell geplanten Ansiedlung von Verbrauchermärkten im Gewerbegebiet „In den Schlangenäckern“ im Brensbacher Ortsteil Nieder-Kainsbach darzulegen.

Dabei betonen sie, dass sie sehr an der Rückkehr zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden Fränkisch-Crumbach und Brensbach interessiert sind. Die letzten Verlautbarungen aus Fränkisch-Crumbach, die wieder in einem sachlichen Tonfall gehalten waren, deuten darauf hin, dass dies von Fränkisch-Crumbacher Seite nun auch wieder angestrebt wird. Die Brensbacher SPD hat diese Signale zur Kenntnis genommen und hofft nun auf eine Normalisierung der Beziehungen.

SPD-Fraktionsvorsitzender Reiner Müller stellt in diesem Zusammenhang nochmals klar, dass die Brensbacher SPD keineswegs primär an der Ansiedlung von Verbrauchermärkten im Gewerbegebiet „In den Schlangenäcker“ interessiert ist. Vielmehr wies er selbst bereits im Juni 2013 öffentlich auf die damit einhergehenden Gefahren für die lokalen Gewerbetreibenden hin (siehe Zusammenstellung von Veröffentlichungen). Stattdessen bevorzugt die SPD die Ansiedlung von Unternehmen, die Erwerbsmöglichkeiten für qualifizierte Arbeitskräfte schaffen und die die Gemeinde mit Gewerbesteuerzahlungen finanziell unterstützen. Da jedoch auf absehbare Zeit keine entsprechende Nachfrage zu verzeichnen ist, wurde auch mangels Alternative der Ansiedlung von Verbrauchermärkten zugestimmt. Jedoch war die Bauvoranfrage auf Ansiedlung von Verbrauchermärkten auch nach geltender Rechtslage nicht zu verhindern. Eine andere Entscheidung der Gemeindevertretung wäre rechtlich anfechtbar gewesen. Zudem, so Müller weiter, sei die Art der womöglich anzusiedelnden Verbrauchermärkte übrigens nie konkretisiert worden. Bis heute steht nicht fest, ob ein Lebensmittelmarkt angesiedelt werden soll, obwohl das immer wieder kolportiert wird. Gerüchteweise wurde auch die Ansiedlung eines Drogeriemarktes genannt, der im oberen Gersprenztal fehlt und eine eindeutige Bereicherung darstellen würde.

Dem kürzlich veröffentlichten und mittlerweile relativierten Vorschlag von Fränkisch-Crumbacher Seite, dass unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt werden solle, erteilt Müller eine klare Absage und fordert stattdessen, grundsätzliche demokratische Spielregeln strikt einzuhalten: „Brensbacher Sozialdemokraten werden sich an solchen Gesprächen definitiv nicht beteiligen, Hinterzimmer-Politik wird es mit uns nicht geben“. Gerade bei diesem sensiblen, emotional beladenen Thema sei Transparenz gefragt.

Die Brensbacher SPD sehe auch den Versuch Außenstehender, in die Vermarktung des Gewerbegebietes einzugreifen, mit Sorge. Bei allem Verständnis für die Belange benachbarter Kommunen und deren Bürgern, so der Fraktionsvorsitzende, werden die Brensbacher Sozialdemokraten die Einflussnahme Dritter zu Lasten der Einwohner der Gemeinde Brensbach nicht akzeptieren. Denn die Weiterentwicklung der Gewerbegebiete ist von fundamentaler wirtschaftlicher Bedeutung für die Gemeinde und zentraler Baustein zur nachhaltigen Finanzierung der gemeindlichen Aktivitäten. Zudem verweist Müller auf die lange Historie des Gewerbegebietes, das bereits vor der Kommunalreform 1972 vom damaligen Bürgermeister von Nieder-Kainsbach, Georg Ramge, ausgewiesen wurde; schon damals mit der Zielsetzung Arbeitsplätze zu schaffen und die Finanzkraft der Gemeinde zu stärken.

Zukunft gestalten. Gemeinsam. Sozial.