Archiv der Kategorie: Aktuelles

Aktuelle Beiträge

Kann Brensbach Energie und Energiekosten einsparen?

Finanz-Energiekonzept für die gemeindlichen Einrichtungen

Kosten für Energie steigen immer weiter. Um ein umfassendes Konzept zu erstellen, hat die Gemeinde Brensbach der Ingenieurgesellschaft für Energiewirtschaft mbH den Auftrag gegeben, Möglichkeiten zur Energieeinsparung unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten zu erstellen. Diese energetische Untersuchung umfasste 22 Einrichtungen, davon 17 Hochbauten, fünf Wasserwirtschaftsanlagen und die gesamte Straßenbeleuchtungsanlage.

Dabei stellte sich heraus, dass selbst Maßnahmen, die schnell zu verwirklichen sind, einen großen Effekt haben und die vergleichsweise geringen Investitionskosten innerhalb von drei Jahren eingespart werden können. Das Untersuchungsergebnis für alle Einrichtungen der Gemeinde sieht für kurzfristig umsetzbare Maßnahmen wie folgt aus:

  • Energieeinsparung: 171,166 MWh/Jahr
  • Einsparungsvolumen: 22.020 Euro/Jahr
  • Einmalige Investition: 61.249 Euro
  • Amortisationsdauer: 0 bis 2,8 Jahre
  • CO2-Emissionsminderung: 53,3 t/Jahr

Diese Maßnahmen sollen auf Grund der hohen Effektivität, der guten Amortisationszeiten, den hohen Energieeinsparung und den Emissionsminderungen kurzfristig umgesetzt werden. Zusätzlich enthält die Studie mittel- und langfristige Aussagen zu weiteren Energieeinsparungsmöglichkeiten.

Klimawandel und die Folgen für das Gersprenzgebiet

„2050 wird im Einzugsbereich der Gersprenz im Sommer 40 Prozent weniger, im Winter 40 Prozent mehr Regen fallen“, sagt Matthias Sottong vom Wasserverband Gersprenzgebiet voraus.
Das betrifft ein Flusssystem, das sich ohnehin durch „extrem schnelle Hochwasserscheitel“ auszeichnet. Zudem wird sich durch fortschreitende Erwärmung die Vegetation in dem 515 Quadratkilometer großen Gebiet verändern, was Folgen für die Landwirtschaft hat, und die Zunahme von Unwettern wird die Kosten für die Beseitigung der Schäden in die Höhe treiben.

In den Ausschüssen der Brensbacher Gemeindevertretung hatte das für Brensbach zuständige Forstamt über Auswirkungen des Klimawandels auf den heimischen Wald berichtet. Es wurde vereinbart, dass im Frühjahr 2009 eine Begehung stattfinden soll.

Hessen hat Spitzenplatz verloren

In einer Mitteilung betrachtet der auch für Brensbach zuständige SPD-Europaabgeordnete und Kandidat für die Europawahl 2009, Udo Bullmann, die Situation von Hessen aus seiner Sicht.

Von seinem einstigen Spitzenplatz unter den Bundesländern, so Bullmann, ist Hessen inzwischen weit entfernt. Nationale und internationale Vergleiche bescheinigen dem Land bestenfalls noch Mittelmaß. Dies spiegelt sich etwa beim Einwerben von Fördermitteln als auch bei den Bildungsausgaben wider.
Während unser Nachbarland Rheinland-Pfalz seinen Mittelstand pro Kopf gerechnet mit 561 Euro unterstützt, hinkt Hessen mit 138 Euro deutlich hinterher.

Dabei hätte die hessische Wirtschaft gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dringend mehr Investitionen in Forschung und Innovation nötig. Die Unternehmen der Rhein-Main-Region können davon ein Lied singen: Seit Roland Koch die Regierung führt, haben sie ein Fünftel ihrer Forscher und Entwickler verloren. Kein Wunder, denn Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstitute erhalten nicht ausreichend Unterstützung, EU-Fördermittel einzuwerben. Länder wie Baden-Württemberg (54 Euro pro Kopf) oder Bayern (64 Euro) machen mit europäischen Forschungsgeldern ihre Standorte zukunftsfest. In Hessen sind es hingegen nur 29 Euro pro Kopf. Selbst das wichtigste Potential des Landes lässt die Koch-Regierung brach liegen: Die Bildung unserer Kinder. So kommt Hessen im Bundesvergleich nur auf Rang 13 bei den Bildungsausgaben pro Schüler.

Rheinland-Pfälzische Kultusministerin Doris Ahnen besuchte das Gersprenztal

Am 15. Januar 2009 sprach Ahnen vor Schulleitern, Studenten und bildungspolitisch Interessierten in Reichelsheim zur „Bildungsoffensive Odenwaldkreis“, die vor drei Jahren von der SPD ins Leben gerufen wurde. Dabei spannte die Kultusministerin den Bogen von der Vorschulerziehung und der frühkindlichen Bildung bis hin zur Schulpolitik in der Sekundarstufe 1 und 2.

Ferner ging Doris Ahnen mit der geschäftsführenden hessischen CDU-Landesregierung scharf ins Gericht. Sie verwies unter anderem darauf, dass Rheinland Pfalz das einzige Land gewesen sei, dass keine flächendeckende achtjährige Schulzeit eingeführt habe. Sie lobte im Hinblick auf Hessen die Entscheidung der linken Landtagsmehrheit aus dem vergangenen Jahr, die darauf abzielt den Eltern in dieser Sache mehr Wahlfreiheit zuzugestehen.
Den Konservativen warf die Kultusministerin vor, bei bildungspolitischen Debatten immer wieder die Pisa-Studie heranziehen, um sie anschließend falsch zu interpretieren. Doch in der Pisa-Studie stehe überhaupt nichts von Schulzeitverkürzung, so Ahnen, auch Schuldebatten dürften nicht länger verkürzt werden auf Leistungsfähigkeit oder soziale Gerechtigkeit. „Beides muss gewährleistet sein“, so Ahnen. Und: „Rheinland Pfalz zeigt, wie es geht und dass es geht!“

Vier Millionen Euro für den Ausbau der Breitbandversorgung im Odenwaldkreis

Konjunkturmaßnahmen müssen DSL-Struktur für den Odenwaldkreis schaffen – Vorarbeiten wurden bereits geleistet

Neben dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und den Investitionsprogrammen für Schulen und Bildungseinrichtungen fordern Landrat Schnur, der Unterbezirksvorsitzende Dr. Michael Reuter und die Landratskandidatin Dr. Erika Ober eine kräftige Finanzspritze für das Breitbandnetz (DSL) im Odenwaldkreis.

„Breitbandversorgung im ländlichen Raum ist ein ganz wesentlicher Standortfaktor. Eine Breitbandstudie der Odinet GmbH, der eine flächendeckende Befragung der Bevölkerung vorausgegangen ist, hat jedoch gezeigt, dass es einen erheblichen Nachholbedarf im Ausbau einer zukunftsfähigen Telekommunikationsstruktur gibt. Unternehmen investieren jedoch nur in profitablen Bereichen. Aufgrund der hohen Investitionskosten im ländlichen Räum unter anderem der Überbrückung langer Strecken von Ort zu Ort, ist in der Regel die Wirtschaftlichkeit für solche Unternehmen nicht darstellbar“, so Landrat Schnur in seiner Analyse. Daher wurde bereits vergangenes Jahr ein Antrag auf Förderung von Breitbandinvestitionen beim Land Hessen gestellt. Jedoch sind die wenigen zur Verfügung stehenden Mittel in Nordhessen eingesetzt worden, obwohl der Odenwaldkreis seine Hausaufgaben gemacht hat, zeigt sich auch der Landtagsabgeordnete Dr. Michael Reuter sichtlich enttäuscht.

Die flächendeckende Versorgung mit DSL ist Investitions- und Strukturmaßnahme. Neben dem Kapitalfluss in unserer Region und den damit verbundenen Aufträgen für die örtliche Wirtschaft hat die Erschließung langfristig positive Auswirkungen für die lokale Ökonomie.
Landratsratskandidatin Dr. Erika Ober hat inzwischen den flächendeckenden Ausbau von Breitband zum Schwerpunkt ihres Wahlprogramms gemacht.

„Die in den Konjunkturprogrammen bereitgestellten Mittel müssen deshalb in den ländlichen Raum und zu uns in den Odenwald fließen“, konstatieren die drei SPD-Führungskräfte einmütig. Gemeinsam fordern Dr. Ober, Landrat Schnur und Dr. Reuter nunmehr mindestens vier Millionen Euro für den Ausbau eines zeitgemäßen und zukunftssicheren Breitbandnetzes im Odenwaldkreis, der dadurch seine Rolle als Wohn-, Lebens- und Arbeitsraum zwischen den beiden Ballungsgebieten wesentlich aufwerten wird.